Knochen & Muskeln

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Knochen & Muskeln

Knochen und Muskeln – das Gerüst unseres Körpers
Das schadet unserem Knochengerüst
Das tut Knochen und Muskeln gut

Knochen und Muskeln – das Gerüst unseres Körpers

Knochen, Gelenke, Sehnen und Muskeln – ohne sie könnten wir uns nicht aufrecht halten, könnten nicht gehen oder die unterschiedlichsten Bewegungen ausführen. Die Gesamtheit all unserer Knochen, das Skelett, nimmt dabei eine zentrale Rolle als Stützgerüst ein. Unser Skelett besteht aus mehr als 200 Knochen, die meist durch Gelenke miteinander verbunden sind. Die Wirbelsäule bildet dabei mit seinen Wirbeln unsere „knöcherne Mitte“: Sie verbindet Kopf, Brustkorb, Becken, Schultern, Arme und Beine. Die Wirbel bestehen aus dem vorderen Teil, dem Wirbelkörper, dem nach hinten zeigenden Dornfortsatz und den sie verbindenden Wirbelbogen. Zwischen den Wirbelkörpern befinden sich elastische knorpelige Bandscheiben, die dafür sorgen, dass wir uns bücken oder den Oberkörper drehen können. Außerdem federn sie Stöße ab, die beim Laufen oder Springen auf die Wirbelsäule übertragen werden. Gleichzeitig sorgt der Knorpel mit seiner außerordentlichen Stabilität dafür, dass wir unsere aufrechte Körperform erhalten können.
Das Rückgrat hat aber auch noch eine weitere wichtige Aufgabe: Es schützt das Rückenmark, ein wichtiger Teil des Nervensystems, das im Inneren, im sogenannten Wirbelkanal, verläuft und von dem die Rückenmarksnerven (Spinalnerven) abzweigen. Die Spinalnerven leiten die Bewegungssignale des Gehirns über das Rückenmark an die Muskeln des Skeletts weiter und melden Empfindungen wie Schmerzen, Kälte, Wärme, Druck über das Rückenmark an das Gehirn.

An der Bewegung, die wir bewusst ausführen, also steuern können, sind natürlich auch die Muskeln beteiligt, die durch Sehnen fest mit den Knochen verbunden sind. Aber erst die Gelenke machen eine Bewegung möglich. Je nach Aufbau und Funktion können wir durch sie Körperteile beugen, strecken, rotieren, abspreizen oder anziehen. Die Gelenkflächen der Knochenenden sind typischerweise mit Gelenkknorpel überzogen, der als elastisches Stützgewebe des Gelenks fungiert – er macht es widerstandfähiger gegenüber mechanischen Einwirkungen von außen.
Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder bestehen größtenteils aus Kollagen, ein Proteinmolekül. In den Knochen sorgt es für Festigkeit, aber gleichzeitig auch für Elastizität, Knorpel werden resistenter gegen Druck und Bänder reißfester – Kollagen ist damit das wichtigste Element der Bindegewebszellen. Unser Körper kann Kollagen selbst bilden. Dabei ist Ascorbinsäure, also Vitamin C, von großer Bedeutung.

Das schadet unserem Knochengerüst

Durch die permanente Beanspruchung ist unser Knochengerüst sehr anfällig für Abnutzungserscheinungen, die mitunter sehr schmerzhaft sein können und uns in unserer Bewegung beeinträchtigen können. Da an den Bewegungsabläufen so viele unterschiedliche Strukturen beteiligt sind, gibt es auch eine Vielfalt an möglichen Beschwerden. Häufig sind Nacken, Rücken und das Knie betroffen. Aber auch durch verspannte Rückenmuskulatur kann es zu Problemen kommen, wie beispielsweise der berüchtigte Hexenschuss. Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es dagegen zu einem Riss des knorpeligen Faserringes, wodurch der Bandscheibenkern austritt, auf die Nerven drückt und dadurch starke Schmerzen verursacht. Auch wer zu viel sitzt und sich zu wenig bewegt, wird früher oder später über Rückenschmerzen klagen.

Gelenke werden bei jeder Bewegung beansprucht, das bedeutet, es findet im Verlauf unseres Lebens ein normaler Verschleiß statt. Ist der Verschleiß, bei dem vor allem der Knorpel abgenutzt wird, mehr als altersgerecht, sprechen wir von Arthrose. Schuld daran sind oft Über- oder Fehlbelastungen, beispielsweise durch schwere körperliche Arbeit oder Übergewicht. Aber auch Entzündungen oder Verletzungen können eine Arthrose hervorrufen. Bei Verletzungen sind oft die Strukturen innerhalb und um das Gelenk betroffen – Prellungen, Zerrungen, Bänderriss, Muskelfaserriss und Verstauchungen sind nur einige Beispiele, die wir uns insbesondere beim Sport zuziehen können.

Mit den Jahren nimmt auch der Anteil des Kollagens im Körper ab, es kann dadurch zu krankhaften Veränderungen des Bindegewebes führen, wie beispielsweise chronischer Gelenkrheumatismus. Häufig verursachen aber auch geschädigte Nerven unspezifische Rückenbeschwerden, sogenannte Wirbelsäulen-Syndrome, die mit plötzlich auftretenden starken Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, schmerzhafter Einschränkung der Bewegung, Taubheitsgefühlen, Empfindungsstörungen oder Muskelschwäche einhergehen können. Auslöser dafür können Druck auf die Nerven, Verletzungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder auch Virusinfektionen, Entzündungen oder übermäßiger Alkoholkonsum sein.
Bei Frauen in den Wechseljahren ist zudem durch die Hormonumstellung häufig eine weitere Knochenerkrankung zu beobachten: die Osteoporose! Dabei kommt es zu einem vermehrten Knochenabbau, die Knochen können mit der Zeit porös und brüchig werden.

Das tut Knochen und Muskeln gut

Viele Beschwerden, die unser Knochengerüst betreffen, müssen von einem Orthopäden abgeklärt werden, damit gegebenenfalls krankhafte Ursachen erkannt und behandelt werden können.
Bei zahlreichen Rückenbeschwerden können wir uns aber auch oft selbst helfen, beispielsweise durch gezielte Übungen, die den Rücken, genauer gesagt die Rückenmuskulatur stärken, und Verspannungen abbauen. Dabei sollten die Aktivitäten der individuellen Fitness angepasst werden, damit es nicht zu einer zusätzlichen Überbeanspruchung kommt. Moderater Sport wie Nordic Walking und Radfahren sind ebenfalls gut für den Rücken. Sind die Muskeln durch Sport oder auch zu langes Sitzen überanstrengt, helfen Massagen oder Salben, die Verspannungen zu lösen.
Auch mit bewusster Ernährung können wir viel für Knochen und Bindegewebe tun. Bewusst heißt in diesem Fall: kalziumreich, viel Vitamin D und C und Kieselsäure. Und da Übergewicht Knochen und Gelenke belasten, sollten wir versuchen, die überzähligen Kilos abzubauen – am besten mit kalorienreduzierter Ernährung und regelmäßiger Bewegung.
Sind Nerven geschädigt, ist unser Körper prinzipiell in der Lage, sie selbst zu reparieren und wieder aufzubauen. Diese Regeneration verläuft allerdings sehr langsam. Eine gesunde Lebensweise fördert diesen Prozess. Mit zusätzlichen Vitaminen und Nervennährstoffen können wir zudem unseren Körper gezielt bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen.

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