Immunsystem

Icon 127

Immunsystem

Effektiver Schutz vor Infektionen
Das schwächt die körpereigene Abwehrkraft
So können wir unser Immunsystem unterstützen

Effektiver Schutz vor Infektionen

Wir sind täglich zahlreichen Krankheitserregern – Bakterien, Viren, Pilzen, Mykobakterien, Parasiten – ausgesetzt, die für unsere Gesundheit gefährlich sein können. Dies geschieht aber meist unbemerkt und ohne Folgen, denn unsere körpereigene Abwehr, das Immunsystem, sorgt in der Regel dafür, dass solche Eindringlinge keine Chance haben. Manchmal funktioniert diese Abwehr allerdings nicht so fehlerfrei – wie zum Beispiel bei nasser und kalter Witterung im Herbst und Winter – und dann kommt es zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Fieber. Diese Symptome sind Teile eines sehr komplexen Abwehrsystems, um den Körper wieder von den Keimen zu befreien.
Das komplexe Verteidigungssystem besteht aus 3 unterschiedlichen „Abwehrreihen“:
Die Haut mit dem von ihr produzierten Talg, die Schleimhäute, der Speichel, die Nasenhaare, der Flüssigkeitsfilm in den Augen, die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut, aber auch die Magensäure sind quasi die erste Verteidigungslinie. Als physikalische und chemische Schutzbarrieren halten sie den größten Teil der Keime erfolgreich zurück.
Dennoch gelingt es Erregern hin und wieder, diese Barrieren zu überwinden. Dann steht allerdings die nächste „Verteidigungslinie“ bereit: Die natürliche Abwehr. Sie besteht einerseits aus Fresszellen, den sogenannten Phagozyten (Makrophagen, Monozyten, neutrophile Granulozyten), andererseits aus im Blut gelösten Eiweißen, die bei einer Infektion oder bei einer Verletzung in Aktion treten. Diese Abwehrfront wird auch „unspezifische“ Abwehr genannt, weil sie alles Körperfremde und potentiell Bedrohliche zerstört. Dabei „merken“ sich die Fresszellen allerdings nicht, um welchen Angreifer es sich genau gehandelt hat.
Wenn die Eindringlinge auch diese unspezifische Abwehr überwinden können, wird die nächste Front aktiviert: die spezifische Abwehr. Diese besteht vorwiegend aus den B-Lymphozyten und den T-Lymphozyten. Beide zusammen sorgen für eine gezielte Verteidigung gegen ganz spezifische Krankheitserreger sowie fremde Gewebe und Blutzellen (die zum Beispiel bei einer Transplantation oder Bluttransfusionen in den Körper gelangen können). Und anders als bei der unspezifischen Abwehr merkt sich die spezifische Abwehr, welchen Erreger sie gerade bekämpft hat. Bei einem erneuten Angriff dieses Erregers kann das Immunsystem dann schneller und wirksamer reagieren. Diese erlernte Abwehr bezeichnet man als das immunologische Gedächtnis, das über viele Jahre bestehen bleibt.
Eine wichtige Funktion des Immunsystems besteht in der Abwehr von sogenannten freien Radikalen, hochreaktive Sauerstoffverbindungen, die beispielsweise durch vermehrte UV-Strahlung, durch Schadstoffe aus der Umwelt oder aber durch Alkohol und Nikotin im Körper gebildet werden. Bei einem „Zuviel“ an freien Radikalen spricht man von oxidativem Stress. Dieser führt zu Zellschäden, die wiederum mit dem Alterungsprozess und mit der Entstehung einer Reihe von Krankheiten (Herzkreislauferkrankungen, Rheuma, Gefäßerkrankungen, Krebs) in Verbindung gebracht werden. Zum Schutz vor freien Radikalen bildet das Immunsystem Radikalfänger (Antioxidantien). Zusätzlich nutzt die körpereigene Abwehr auch antioxidativ wirksame Stoffe, die mit der Nahrung zugeführt werden.

Das schwächt die körpereigene Abwehrkraft

Neben der nasskalten Witterung gibt es gerade in der heutigen schnelllebigen und hektischen Zeit Faktoren wie berufliche Belastung oder Alltagsstress in unserem täglichen Leben, die unser Immunsystem schwächen und es dadurch Krankheitserregern leichter machen. Bei Stress schüttet der Körper vermehrt das Stresshormon Cortisol aus, was wiederum die Aktivität des Immunsystems hemmt. Eine unausgewogene Ernährung, bei der es an wichtigen Nährstoffen fehlt, trägt aber ebenso dazu bei, dass die körpereigene Abwehr nicht mehr effektiv funktioniert.
Daneben gibt es noch weitere Risikofaktoren wie wenig Schlaf und mangelnde Bewegung, die das Immunsystem beeinträchtigen können. Und auch Alkohol und Nikotin setzen die Aktivität des Immunsystems deutlich herab.

So können wir unser Immunsystem unterstützen

Die gute Nachricht: Wir können selbst viel dafür tun, um unsere Abwehrkräfte zu unterstützen.
Vor allem eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend frischem Obst und Gemüse ist empfehlenswert, da natürliche Lebensmittel reich an sogenannten Antioxidantien sind. Zu den wirksamsten natürlichen Radikalfängern zählen neben Vitamin E und Beta-Carotin auch Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere die Bioflavonoide, die z.B. in Zitrusfrüchten wie Grapefruits enthalten sind. Sehr viel Vitamin C liefert aber auch die Acerola-Kirsche. Daneben sind auch die Spurenelemente Selen und Zink wichtig für die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems.
Mit ausreichendem Schlaf sorgen wir dafür, dass gerade in der Nacht das Immunsystem die Ruhephase zur Produktion von ausreichend weißen Blutkörperchen nutzen kann. Damit fühlen wir uns morgens ausgeruht und fit und sind widerstandsfähiger gegen Infekte.
Mit ausreichender Bewegung stärken wir nicht nur unsere Muskulatur, sondern auch unser Immunsystem. Dazu ist es wichtig, sich regelmäßig, aber mäßig, körperlich zu betätigen. Ein Richtwert ist dreimal pro Woche eine halbe Stunde.
Ausreichende Entspannung ist gerade in stressigen Phasen wichtig, um die Aktivität unseres Immunsystems nicht ständig mit dem Stresshormon Cortisol zu belasten. Der Einbau gezielter Ruhephasen schafft auch Erholungsphasen für unsere Abwehrkraft. Wie wir Ruhe finden, ist individuell sehr unterschiedlich: Spazierengehen, eine Tasse Tee trinken, Entspannungsübungen sind beispielsweise sehr effektiv, um zwischendurch durchzuatmen.
Zudem können wir mit regelmäßigen Saunagängen – nicht nur im Herbst und Winter – und Wechselduschen unser Immunsystem auf Trab bringen, denn damit trainieren wir unsere Gefäße und indirekt auch unser Abwehrsystem.
Und letztendlich schonen wir mit dem Verzicht auf Rauchen und mit maßvollem Alkoholgenuss nicht nur unser Immunsystem, sondern unsere gesamte Gesundheit.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen