Haut & Haare

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Haut & Haare

Die Haut – Das vielseitigste Organ unseres Körpers
Darunter leiden Haut und Haare
So können wir Haut und Haaren was Gutes tun

Die Haut – Das vielseitigste Organ unseres Körpers

Die Haut ist das vielseitigste Organ unseres Körpers. Sie schützt uns vor äußeren Umwelteinflüssen, vor dem Eindringen von Krankheitserregern (Bakterien, Viren) und leistet damit einen wesentlichen Beitrag bei der Immunabwehr. Neben der Beteiligung an Stoffwechselprozessen dient uns unsere Haut als Sinnesorgan, über die wir Sinnesreize wie Kälte, Wärme, Berührung, Schmerz und Druck aufnehmen. Dafür besitzt die Haut unterschiedliche Typen von Rezeptoren, die über die ganze Hautfläche verteilt sind. Manche Rezeptoren kommen in bestimmten Regionen gehäuft vor, wie zum Beispiel die Thermorezeptoren, die besonders dicht an Kinn, Nase, Ohrmuschel und Lippen zu finden sind, oder die Tastrezeptoren an den Fingerspitzen, den Lippen, der Zunge sowie der äußeren Geschlechtsorgane. Die Pigmentierung der Haut schützt zudem vor UV-Strahlung, indem sie sich der Sonneneinstrahlung anpasst. Die Folge: Wir werden braun. Die in der Haut befindlichen Schweißdrüsen schützen durch die Produktion von Schweiß unseren Körper vor Überhitzung durch Verdunstung.

Unsere Haut ist bis auf wenige Ausnahmen, wie beispielsweise Handflächen und Fußsohlen, behaart. Haare sind im Prinzip lange Hornfäden, die im Wesentlichen aus Keratin bestehen. Am Aufbau sind aber noch viele andere Stoffe beteiligt, deren Gehalt zum Teil durch unsere Lebensweise und Ernährung variieren können. Die Haare schützen uns vor schädlichen Einflüssen des Sonnenlichts, indem sie UV-Strahlung und Infrarotlicht absorbieren, sie verhindern eine zu rasche Abkühlung unseres Körpers, sind an der Regulation der Feuchtigkeit beteiligt, indem sie überschüssige Feuchtigkeit absorbieren, und sie sorgen für eine bessere Verbreitung der körpereigenen Duftstoffe (Pheromone).

Als weiteren Schutz befindet sich auf der Haut eine feine Schicht, der Säureschutzmantel, der neben Schweißbestandteilen auch Talg und Wasser enthält. Dieser bildet die eigentliche Barriere gegen schädliche Einflüsse von außen: Er kontrolliert die Besiedelung der Haut durch Bakterien und verhindert die Ausbreitung krankmachender Keime. Dafür benötigt die Schutzschicht einen pH-Wert zwischen 4 und 6. Eine regelmäßige und schonende Hautpflege sorgt dafür, dass die natürlichen Schutzmechanismen und damit die Gesundheit der Haut erhalten bleiben und so auch das allgemeine Wohlbefinden verbessert wird.

Darunter leiden Haut und Haare

Die Beschaffenheit unserer Haut ändert sich über die Jahre. Ab dem 25. Lebensjahr geht die Regenerationsfähigkeit der Haut zurück. In unserem Körper kommt es zu zahlreichen Veränderungen, die sich auch im Hautbild bemerkbar machen. Dazu zählen insbesondere die Veränderungen des Hormonstoffwechsels in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen (Pubertät, fruchtbare Phase und Verhütung, Wechseljahre) einer Frau. Speziell in den Wechseljahren, wenn die Östrogenproduktion sinkt, wird die Haut unter dem fehlenden Einfluss der Östrogene weniger durchblutet, die Kollagenproduktion lässt nach. Die Haut wird dünner, trockener, schlaffer und empfindlicher. Auch die Haare bekommen die Hormonumstellung zu spüren: Sie werden ebenfalls trockener, dünner und sind nicht mehr so elastisch.

Auch schädliche Umwelteinflüsse wie Umweltverschmutzung, Smog, Ozon belasten Haut und Haare. Insbesondere Sonnenlicht (UV-A- und UV-B-Strahlen), klimatisierte Luft und Heizungsluft führen zu starker Beanspruchung. Durch zu trockene Luft verliert die Haut an Feuchtigkeit, sie wird empfindlich und rau, die Haare trocknen aus.

Permanenter Stress führt ebenfalls zu einer erhöhten Belastung: Es kommt dann häufig zur Ausbildung von hektischen Flecken, Stresspickeln und Hitzewallungen, die Haare werden spröde, verlieren an Glanz oder fallen aus.

Unsere Haut spiegelt also unser Allgemeinempfinden, und nicht umsonst heißt es: Die Haut ist der Spiegel unserer Seele!

Auch Nikotin- und Alkoholkonsum hinterlassen ihre Spuren auf unserer Haut. Nikotin verengt die Blutgefäße und führt zu einer verringerten Sauerstoffversorgung der Haut. Die Folge: Sie wird fahl und schlaff. Zu viel Alkohol wirkt ebenso schädlich auf unsere Gesundheit. Ebenso können Medikamente Hautstörungen verursachen – möglicherweise ein Zeichen, dass ein bestimmtes Medikament nicht vertragen wird.

So können wir Haut und Haaren Gutes tun

Die Hautzellen zählen zu den teilungsfähigsten Zellen. Stetig werden neue Hautzellen gebildet und alte abgestorbene Zellen abgestoßen. Ähnliches gilt auch für die Haare. Dieser Prozess erfordert eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen. Deshalb ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung nicht nur für unsere Leistungsfähigkeit, sondern auch für schöne und gesunde Haut und Haare besonders wichtig. Auf dem Essensplan sollten daher ausreichend Getreide- und Milchprodukte, Fisch und viel frisches Obst und Gemüse stehen, da sie viele Vitamine (wichtig sind insbesondere Vitamine A, C, E und B-Komplex), Mineralstoffe (Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink) und lebenswichtige Nährstoffe liefern, die für die Aufrechterhaltung und Regeneration der inneren Haut- und Haarstrukturen erforderlich sind. Viele Vitamine und Mineralstoffe besitzen eine antioxidative Wirkung, d.h. sie schützen unsere Körperzellen vor den sogenannten freien Radikalen, die durch UV-Strahlen, Umweltgifte, normale Stoffwechselprozesse oder auch Stresssituationen entstehen.

Wichtig ist natürlich auch eine regelmäßige Reinigung und Pflege von Haut und Haar. Dazu stehen zahlreiche Lotionen, Gels, Cremes, Körperpuder, Öle, Peelings aber auch spezielle Haarpflege zur Verfügung, die zu einer Verbesserung des Haut- bzw. Haarbildes führen. Sie sorgen für ausreichende Feuchtigkeit und damit auch Geschmeidigkeit von Haut und Haar. Für strapazierte Haut und Haare eignen sich unter anderem milde, aktivierende Produkte mit den Inhaltsstoffen Vitamin C und Zink, denn sie regenerieren die Haut und bringen das Haar wieder zum Glänzen.

Sauna und Wechselduschen haben eine durchblutungsfördernde Wirkung, ebenso wie Massagen. Damit tun wir nicht nur unserer Haut etwas Gutes, sondern sorgen insgesamt für ein angenehmes Wohlgefühl.

Sonnengebräunte Haut ist nach wie vor ein Schönheitsideal. Wer sich also braun schöner fühlt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass durch die schädlichen Sonnenstrahlen beispielsweise Hautalterung, Faltenbildung und das Hautkrebsrisiko gefördert wird. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig an geeigneten Schutz gegen die gefährlichen Strahlen der Sonne oder des Solariums zu denken.

Das A und O zur Gesunderhaltung und Regeneration der Haut ist jedoch – und das gilt für viele andere Prozesse in unserem Körper – gesunde Ernährung, genügend Schlaf, regelmäßige Bewegung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (am besten täglich 2 Liter) und natürlich die Vermeidung von Stress.

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